Klaus Dietz besucht Milchviehbetrieb Hild in Nieder-Seemen

 

Auf Zustimmung stießen Norbert Hild sowie dessen Söhne Lars und Björn, als sie den Landtagsabgeordneten Klaus Dietz und Vertreter der örtlichen CDU mit den Worten empfingen, dass der familieneigene Betrieb zwar gut laufe, die Arbeit der Landwirte in der heutigen Zeit jedoch nicht leichter werde, da die Anforderungen an die landwirtschaftlichen Betriebe immer größer würden.  

„Auch die Marktsituation ist oft sehr angespannt“, schildert Lars Hild eine weitere Hürde, die es zu bewältigen gelte. „Bei Verhandlungen mit unserer Hausbank über Liquiditätshilfen zur Überbrückung vorübergehender Engpässe, hat man uns empfohlen, Soja anzubauen, um Sojamilch zu produzieren“, kritisiert Hild die teilweise mangelnde Sachkenntnis und das oft fehlende Verständnis für die Anliegen der Landwirte, was die Arbeit zusätzlich erschwere.

Während des Rundgangs über das Betriebsgelände und durch die Stallungen gab es viel Gesprächsstoff für beide Seiten. Themen, wie die Entwicklung der Landwirtschaft oder die Auswirkungen von Beschlüssen der Europäischen Union auf die heimischen Betriebe, wurden offen angesprochen und diskutiert.

Mit seinen 260 Milchkühen und 220 Jungtiere, 330 Hektar Land und einer 75 - kW-Biogasanlage ist die Hild GbR zudem Arbeitgeber und Ausbildungsbetrieb. Neben einer Melkhilfe und einem Schlepperfahrer, die dort fest angestellt sind, bildet der Familienbetrieb  im Moment einen jungen Menschen zum Landwirt aus.  

Das tägliche zweimalige Melken geschieht im modernen Melkstand. Zwanzig Kühe können hier gleichzeitig versorgt werden. Eine Kuh liefere im Schnitt circa 10.000 Liter Milch im Jahr, so die Brüder Lars und Björn Hild.

Trotz des zusätzlichen Personals sei es zu Spitzenzeiten nicht immer möglich, die umfangreiche Arbeit ohne weitere Hilfe zu bewältigen. Dann sei es erforderlich, einzelne Arbeiten, wie das Häckseln, die Aussaat, den Pflanzenschutz und den Mähdrusch von Lohnunternehmern  durchführen zu lassen, so dass externe  Arbeitskräfte zusätzlich beschäftigt würden. „Dies zeigt einmal mehr, dass die Landwirtschaft, gerade in der ländlich geprägten Wetterau, auch heute noch vielen Menschen eine berufliche Existenz bietet“, stellt Dietz fest.

Der seit dem Jahre 1812 bestehende Betrieb, damals unter dem Namen des ehemaligen Nieder-Seemener Bürgermeisters Landmann geführt, betreibe seit 2014 eine Biogasanlage, die ausschließlich mit Gülle und Mist gefüttert werde. „Der Strom wird komplett von der OVAG übernommen, mit der Abwärme des Motors der Biogasanlage werden Melkstall und Wohnhaus beheizt“, so Lars Hild abschließend.

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